Warum pilgern viele Menschen am So., 15.08. oder Sonntag nach dem 15.8. zur Open Air hl. Messe nach Clemenswerth, die meistens ein Bischof aus Osnabrück feiert?
Am 15.08.1741, dem Hochfest Mariä Himmelfahrt, wurde die Schlosskapelle geweiht. Seitdem ist dieser Tag eng mit der Clemenswerther Wallfahrt verbunden.
Ein besonderer Schatz der Kapelle sind die Gebeine des Märtyrers Fructuosus. Papst Benedikt XIV. schenkte sie dem Kurfürsten Clemens August. 1741 kamen sie nach Clemenswerth und wurden bei der Weihe unter dem Altar beigesetzt. Heute sind sie in einem kostbaren Glasschrein zu sehen.
Der hl. Fructuosus war Bischof von Tarragona im heutigen Spanien. Zusammen mit seinen beiden Diakonen Augurius und Eulogius wurde er 259 verbrannt, weil er an Jesus Christus festhielt und Göttern nicht opfern wollte. Im Angesicht des Todes betete er für die Gläubigen und um einen dauerhaften Frieden zwischen Staat und Kirche. Danach starb er gemeinsam mit den beiden Diakonen als Märtyrer.
Die Schlosskapelle und das angrenzende Kloster wird seit ihrer Entstehung 1739 bis heute von den Kapuzinern geprägt und betreut und laden zu Gebet, Gespräch, hl. Messe und Beichtgelegenheit ein.
Kurfürst und Erzbischof Clemens August von Bayern ließ die Kapuziner dorthin holen, weil er sie aus seiner Jugendzeit in Altötting kannte und ihre Predigt und ihr einfaches franziskanisches Leben schätzte.
Der Marstall Clemenswerth ist heute eine Jugendbildungsstätte.
Die Figur des Hirschrufer erinnert daran wie man Wild mit einem Ruf anlockt.
Barocke Pracht und christlicher Glaube begegnen sich in Clemenswerth: Jagd und höfisches Leben, Maria und der Märtyrer Fructuosus, Geschichte und lebendiger Glaube.




